Die kirchliche Entwicklung in Burgberg

 

Ursprünglich bestand der Ort Burgberg nur aus dem Schloss bzw. der Burg auf dem Berg und der Mühle darunter. Allmählich bildete sich entlang der Hürbe eine Siedlung, die im Jahre 1372 als „Wilerberg" genannt ist.

Zeitweise sorgte ein Burgkaplan für die religiöse Betreuung. Gottesdienste wurden in der Burgkapelle abgehalten. Pfarrlich gehörten die wenigen „Hausgenossen" im Bereich des Schlosses zum Kloster Herbrechtingen, welches auch den großen und kleinen Zehent bezog. Schon vor dem Jahr 1556 finden wir den Grafeneckschen „Fleckh Burgkberg", soweit rechts der Hürbe am Bach gelegen, zur Pfarrei Hermaringen gehörig. Dorthin mußte auch der Klein-Zehent abgeliefert werden. Dieser bestand aus Erbis, Linsen, Wintergerste, Kraut, Rüben, Hanf und Flachs. Der Groß-Zehent, bestehend vor allem aus Dinkel und Hafer, stand dem Reichsstift Kaisersheim (Kaisheim) zu, welches in Hermaringen das Patronats recht über die Kirche ausübte. Wer sich links der Hürbe angesiedelt hatte („im Weiler"), war der Kirche in Hürben zugeteilt, welche wiederum bis 1837 ein Filial von Herbrechtingen bildete.

Diese Zugehörigkeit war mit dem Zusatz „todt und lebendig" versehen, das heißt, die Toten wurden auch auf dem Friedhof in Hermaringen bzw. Hürben beerdigt. Das so geregelte Begräbnis wurde beibehalten bis zur Anlage des eigenen Friedhofes in Burgberg Im Jahre 1814. Schon vor der Reformation befand sich am Fuße des Schlossberges unweit der Mühle eine geräumige Kapelle, welche auf der Rehlinscnen Bildkarte deutlich zu erkennen ist. Zweifellos wurden hier auch Gottesdienste gehalten.  

Folgen der Reformation

Herzog Ulrich von Württemberg führte 1536 in seinem Land die Reformation ein. Sein Nachfolger, Herzog Christoph, erließ 1553 eine neue Kirchenordnung, die auch für die württembergischen Orte Hermaringen und Hürben verbindlich wurde. Die reichsritterschaftlichen Freiherren (seit 1664 Grafen) von Grafeneck, welche von 1459 bis 1728 Inhaber von Burgberg waren, schlössen sich der Reformation nicht an. Damit musste die Seelsorge für Burgberg neu geordnet werden. Zunächst begaben sich die Gläubigen des Ortes in die Obhut des Pfarrers von Lontal. Seit 1556 wurden sie dann vom geistlichen Verwalter des Kaisersheimischen Pfleghofes Lindenau betreut. Der Weg dorthin war jedoch weit und durch die großen Wälder nicht ungefährlich. Deshalb wurde vom Kloster Kaisersheim um 1700 veranlasst, dass der Weiler Burgberg als „Caritativfilial" dem Seelsorger des katholisch gebliebenen Teils von Niederstotzingen zugeteilt wurde. Diese Hälfte der Stadt war 1661 in den Besitz des Klosters Kaisershelm gekommen und wurde von Zisterzienser-Mönchen verwaltet (G. Stockinger). Für seine Bemühungen wurden dem dortigen Pfarrer vom Kloster jährlich ein „Giengenscher Malter Dinkel und ebensoviel Haber" durch das Pflegamt in Niederstotzingen verabreicht.

Für die Schlossbewohner selbst bestellte die Herrschaft nach dem 3Ojährigen Krieg einen Geistlichen aus dem Dominikanerkloster Obermedlingen als Schlosskaplan, der im Schloss den Gottesdienst an Sonn- und Feiertagen abhielt. Das Kirchlein bei der Mühle war während der Kriegsereignisse um das Jahr 1630 abgebrannt. Um den Bewohnern wieder einen religiösen Mittelpunkt zu schaffen, wurde im Jahre 1710 ein neues Kirchlein an der Stelle des alten errichtet und dem heiligen Veit (Vitus) sowie den 14 Nothelfern vom Bischof von Augsburg geweiht. Der heilige Vitus wird heute noch bei Unwetter oder Erdbeben um Fürbitte angerufen. Graf Joachim Gottfried von Grafeneck hatte für den Bau die nötigen Mittel bereitgestellt und auch die Stelle für einen Benefiziaten entsprechend dotiert. Dieser wurde unter der Bezeichnung „Schlosskaplan" geführt (Archiv Wall. unter Note Neresheim 1792).

Noch zu Beginn des 18. Jahrhunderts zählte man in Burgberg außer dem Schloss nur eine Mühle, vier Söldnerstellen und 15 Taglöhnerfamilien. Als nach dem Aussterben der Grafeneck im Mannesstamm im Jahre 1728 Burgberg an das fürstliche Oettingen-Wallerstein heimgefallen war, stieg die Einwohnerzahl durch die Besiedlung am Stettberg sprunghaft an.

St. Vitus, Patron der Kirche in Burgberg

Errichtung einer Kaplanei

Im Jahre 1760 stiftete Fürst Alois l. von Oettingen das „Benefizium"

(Stiftung) zum hl. Veit mit einem Jahresgehalt von 60 Gulden (1786 erhöht auf 120 Gulden) und 5 1/2 Klaftern Holz und vergab die Stelle an einen Kaplan. Dieses „beneficium annuale" hatte jeweils nur für ein Jahr Gültigkeit und musste vom Inhaber jedes Jahr neu beantragt werden. Hauptaufgabe des Kaplans war neben der religiösen Betreuung das Schulhalten.

Wohnung erhielt der damalige erste Kaplan Roth im Meiereigebäude des Schlosses, in welcher er zugleich die Knaben zu unterrichten hatte. Als im Jahre 1789 die Meiereigebäude abbrannten - das Feuer war von einer Magd gelegt worden, die ihr neugeborenes Kind verbrennen wollte -, durfte der damalige Kaplan Ganßer ins Schloss umziehen. Im obersten Stock des Schlosses waren zu dieser Zeit Nonnen aus dem Orden ä la Trape (aus Frankreich geflüchtete Trapisten) untergebracht, von denen mehrere aus Mangel an Nahrung starben.

Mit der Errichtung der Kaplanei erfolgte die Zusammenlegung der verschiedenen Wohnbereiche „Oberberg“, der „Wallersteinschen Siedlung" am Stettberg und „Weiler" unter dem gemeinsamen Namen „Burgberg". So ist in den Pfarrbüchern letztmals 1753 die Ortsbezeichnung mit „de (von) Oberberg" zu finden. Nach entsprechenden Vereinbarungen mit der Mutterpfarrei Niederstotzingen wurde der Haus-Kaplanei schließlich die Pfarrseelsorge im gesamten Ort übertragen. 1773 erhielt der Kaplan das Recht, selbst zu taufen. 1786 wurde die bischöfliche Genehmigung erteilt, in der Dorfkapelle das Allerheiligste aufzubewahren. Tabernakel, Speisekelch und Ölkapsel wurden vom Fürsten, die Monstranz vom Amtsmeister der Vogtei zu Neresheim angeschafft. Dort befand sich die für Burgberg zuständige fürstliche Verwaltungsstelle.

Nach wie vor verblieb das Recht des Begräbnisses auf dem Friedhof in Hermaringen bzw. Hürben. Der Geistliche begleitete die Leiche lediglich bis an die Markungsgrenze. Die Totenmesse wurde in Niederstotzingen oder später in Burgberg gehalten. Erst im Jahre 1814 wurde der heute noch bestehende Friedhof in Burgberg angelegt.

Zur Entlastung des Benefiziaten wurde 1776 als erster Schulmeister und Mesner Johann Georg Adamer in Burgberg angestellt. Der Geistliche hatte neben der religiösen Unterweisung lediglich noch die Aufsicht über den Schulunterricht auszuüben. Die jährliche Visitation wurde jeweils vor Ostern vorgenommen. Gegenstand der Prüfung war neben Lesen, Schreiben und Rechnen auch der Beicht- und Kommunionunterricht. Nach Ostern fand kein Unterricht mehr statt. Dieser begann erst wieder ab Martini (11. November).

Französische Emigranten in Burgberg

Besondere Sorge bereitete in Burgberg eine Gruppe von Solitariern (französische Sekte), welche nach der Revolution aus Frankreich geflüchtet war und von dem fürstlichen Hause Wallerstein „dem Mitleid des Burgberger Benefiziaten Ignaz Degen empfohlen" wurde. Sie sollte im Schloss Unterkunft finden. Am 27. Januar 1797 kamen zwei Priester, sechs Brüder und acht Schwestern dieser Emigranten in Burgberg an, und im April trafen weitere 26 Personen ein, darunter auch Kinder. Das Verhalten dieser Sektenmitglieder, die ärmlich und vegetarisch lebten, war zwar „über allen Tadel erhaben", jedoch bereitete die Unterbringung große Schwierigkeiten. Als das französische Revoiutionsheer herannahte, verließen zwanzig Mitglieder wieder den Ort (1799). Ein Jahr später räumten auch die übrigen das Schloss. Einige Erregung hatte die Aufnahme eines Burgberger Mädchens in diese Genossenschaft erweckt. Der Pfarrverband mit Niederstotzingen, welcher wiederholt Anlas zu Auseinandersetzungen zwischen dem dortigen Pfarrherrn und den hiesigen Kaplänen gab, wurde erst im Jahre 1805 völlig aufgegeben, nachdem Burgberg ohne die Mühle bereits 1806 nach Auflösung des Hl. Römischen Reiches Deutscher Nation vorübergehend (bis 1810) an die Krone Bayern gekommen war.

Burgberg wird selbständige Pfarrei

Nachdem die Bevölkerung durch die Ansiedlung am Stettberg, die sich vor allem in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts vollzogen hatte, stark angestiegen war, wurde die Errichtung einer eigenen Pfarrei in Burgberg immer dringlicher. Einige Schwierigkeiten mussten überwunden werden, bis die Pfarrkaplanei „von seiner Majestät dem König von Württemberg" durch Dekret vom 16. Februar 1822 zu einer eigenen Pfarrei erhoben wurde. Vorher war auch überlegt worden, ob Burgberg nicht der Pfarrei Lontal (damals dem Oberamt Ulm zugehörig) zugeordnet werden sollte. Vor allem reichte das bisherige Kaplanei-Beneficium bei weitem für eine Pfarrbesoldung nicht aus. Dies konnte dadurch gelöst werden, dass die Gemeinde eine jährliche Zulage von 80 Gulden bewilligte und aus dem Königlich kath. Interkalarfonds (Erträgnisse aus unbesetzten Pfründen) der nicht unerhebliche Rest gedeckt wurde. Sicher spielte auch eine hemmende Rolle der Wechsel in den Zuständigkeiten im Zusammenhang mit der politischen Neuordnung durch Napoleon. Bis zum Jahre 1810, als Burgberg zu Württemberg kam, gehörte es zum Bistum Augsburg und damit zum Landkapitel Giengen, nach der Reformation jedoch zum Landkapitel Dillingen. Nach 1810 wurde Burgberg dem Generalvikariat Ellwangen zugeschlagen und kam nach dessen Auflösung zum neuerrichteten Landkapitel Ulm und damit zur 1828 errichteten Diözese Rottenburg. Nicht minder schwierig gestaltete sich die erste Besetzung der Pfarrei. Die Patronatsherrschaft Wallerstein konnte trotz verschiedener Bemühungen keinen eigenen Kandidaten präsentieren und überließ schließlich das Besetzungsrecht dem Landesfürsten. So wurde „durch ein Dekret vom 16. Februar 1822 Pfarrer Johler zu Wiesenstetten bei Horb nach Burgberg als Pfarrer in gleicher Eigenschaft v. Sr. Königl. Majestät versetzt auf die untertänigste Bitte desselben, wieder in das Königl. Patronat aufgenommen zu werden" (Pfarrchronik Burgberg). Am 19. November 1822 wurde er durch Dekan Fauler, Stadtpfarrer zu Ulm, „introduziert". „Die Kirche war gedrängt voll", ist in der Chronik von Rarrer Johler zu lesen, „und alles, soviel ich wahrnahm, freute sich dieses Tages und dankte Gott und dem König, wieder einen eigenen Ortsgeistlichen zu haben." Im Schloss konnte der Pfarrer die bisherige Kaplaneiwohnung beziehen. Der Pfarrei Burgberg wurden von der Diözese Rottenburg die katholischen Bewohner sämtlicher Gemeinden des damaligen Oberamts Heidenheim als Filialisten zugeteilt.

Im Jahre 1842 waren dies insgesamt 140 Personen, darunter 17 aus Heidenheim, 12 aus Bolheim, 12 aus Giengen, 31 aus Königsbronn, 10 aus Nattheim und 10 aus Steinheim. In Burgberg selbst zählte man in diesem Jahr 1049 katholische und 10 evangelische Christen. Die jeweiligen Pfarrer nahmen sich sehr um die Leute an und waren darum bemüht, der armen Bevölkerung Burgbergs - im Jahre 1841 lebten 357 Personen vom Hausierhandel - Ausbildungs- und Verdienstmöglichkeiten zu verschaffen. Schon 1824 betrieb Pfarrer Johler die Gründung einer Industrieschule, die jedoch erst 1840 errichtet werden konnte. Dem Pfarrer oblag auch die Örtliche Schulaufsicht. So war ihm nicht nur die sittliche Erziehung der Kinder und Jugendlichen ein Anliegen, er musste auch im Zusammenwirken mit der Gemeinde um entsprechende Räumlichkeiten für einen geregelten Schulunterricht Sorge tragen. So bemühte sich Pfarrer Biggel schon 1834 um Bau und Finanzierung eines Schulhauses. Schließlich, nach mehrjährigen Anstrengungen, konnte im Jahre 1839/40 ein geräumiges Gebäude mit Amts- und Schulräumen sowie Lehrer­wohnungen erstellt werden (heutiges Rathaus). Die Zahl der Schulkinder war schon 1819 auf 153 angewachsen. Diesen musste auch Brot und Kleidung in der Schule verabreicht werden, da die Eltern dazu größtenteils nicht in der Lage waren, soweit sie sich überhaupt am Ort aufhielten.

Ältere Kirche aus dem Jahre 1853, links Pfarrhaus, rechts Rathaus und Rotes Schulhaus

Pfarrverweser Abele betrieb 1838 die Einführung einer Kleinkinderschule und nannte die Zahl von 81 Kindern (Jahrgänge 1833-37), die hierfür anstanden. Ebenso setzte er sich für die Bewilligung von Geldern für die Industrieschule aus dem staatl. Wohltätigkeitsfonds ein, um der älteren Jugend beiderlei Geschlechts Ausbildungsmöglichkeiten für die Anfertigung von allerlei Flechtarbeiten sowie Spinnen, Nähen und Stricken zu verschaffen. Nicht selten musste der Pfarrer auch mit Geld aushelfen.

Pfarrhausbau

Im Jahre 1838 verkaufte der Fürst von Oettingen-Wallerstein Schloss und Gut Burgberg an den Freiherren (später Grafen) Edmund von Linden. Dieser richtete das vernachlässigte Schloss für seine Bedürfnisse her und bezog dort Wohnung mit seiner Familie. Im Jahre 1843 löste die neue Herrschaft das Wohnrecht des Pfarrers im Schlossgebäude mit 1260 Gulden ab und trug als Patronatsherr weitere 500 Gulden zum geplanten Bau eines Pfarrhauses bei. Damit wurde er durch Erlas vom 27. Februar 1844 von jeder Bauschuldigkeit freigesprochen. Der Interkalartonds deckte mit weiteren 500 Gulden den Abmangel, so dass 1844 das Pfarrhaus erbaut werden konnte. Bereits 1828 war von der Gemeinde der Garten des Nikolaus Brenner um 300 Gulden angekauft worden. Dieser bot Platz für das bereits erstellte Schul- und Ratsgebäude, das Pfarrhaus samt Garten und den späteren Kirchenbau.

Kirchenbau

Inzwischen war das 1710 erbaute Kirchlein bei der Mühle längst zu klein geworden. Es fasste „kaum 134 Menschen zum Sitzen und Knien" und war zudem baufällig geworden, so dass die Gläubigen sich weigerten, hier zusammenzukommen. Die Einwohnerzahl war 1849 auf 1039 angewachsen.

Zu Beginn des Jahres 1852 begaben sich Pfarrer Schneider und Schultheiß Moser nach Stuttgart, um bei den zuständigen Stellen Zusagen für entsprechende Hilfen zu einem Kirchenbau einzuholen. Daraufhin wurde der Kgl. Baumeister Prof. Egle beauftragt, einen Plan anzufertigen. Schon am 18. Juli 1852 konnte durch den Ortspfarrer unter großer Anteilnahme der Bevölkerung der Grundstein für eine neue Kirche gelegt werden. Bereits am 13. November 1853 wurde der erste Gottesdienst im neuen Gotteshaus gehalten. Die feierliche Einweihung durch den Rottenburger Bischof Dr. Joseph Lipp fand am 3. Mai 1855 statt. Schutzheiliger war wiederum der hl. Vitus.

Der Kostenaufwand von 21165 Gulden wurde zur Hälfte vom Interkalarfonds (kirchl. Vermögen aus Erträgnissen von unbesetzten Pfründen) zur Verfügung gestellt. Der staatliche Zuschuss betrug 3600 Gulden und der des bischöflichen Ordinariats 1000 Gulden, das übrige erbrachte eine Kollekte.

Der Kirchenbau, der von Werkmeister Bock, Giengen, zwischen Pfarrhaus und dem Schulgebäude in Backsteingotik ausgeführt worden war, wies alle Mängel einer sparsamen Bauweise auf. Schon 1869 musste das Plattendach abgenommen und durch ein Zinkdach ersetzt werden. Im Jahr 1891 wurde der Chor der Kirche restauriert und ein neuer Altar eingebaut, der von der Gemeinde Abtsgmünd günstig erworben worden war. Das Innere der Kirche, das in sogenannter „Schreinergotik" ausge­führt war, wurde 1897 ausgemalt. Im Jahre 1936 wurde schließlich ein neuer gotischer Hochaltar eingebaut, Die feierliche Einweihung nahm Bischof Dr. Sproll vor.

Gotischer Hochaltar aus dem Jahre 1936

Ordensschwestern in Burgberg

Ein sehr positiver Einfluss in sozialer, pädagogischer wie religiöser Hinsicht ging auf die Gemeinde von der Schwesternstation in Burgberg aus. Der damalige Pfarrer Deiringer, der sich sehr um die Erziehung und Bil­dung der Schuljugend bemühte, fasste den Plan, Ordensschwestern für den Unterricht in der Mädchenschule zu gewinnen. Im Jahre 1867 fasste der Gemeinderat den entsprechenden Beschluss, und nach Überwindung einiger Schwierigkeiten konnte der Vertrag mit dem Franziskanerinnenkloster in Sießen abgeschlossen werden.

Die Bistumspflege übernahm die Einrichtung der Wohnung im 2, Stock des Schul- und Rathauses und wendete hierfür 434 Gulden auf. 1868 zogen drei Schwestern ein und übernahmen die Unterrichtung von 70 - 80 Mädchen (Schwester Alphonsa), die Industrieschule und die Kleinkinderschule. Gerne erinnern sich ältere Leute an das segensvolle Wirken von Schwester Eusebia, welche von 1896 bis 1930 zwei Generationen unterrichtet hatte. Dasselbe gilt für Schwester Kunigundis, die von 1933 bis 1955 den Handarbeitsunterricht für Mädchen erteilte, während Schwester Blanka nach Hitlers Machtergreifung ihren Schuldienst im Jahre 1936 aufgeben musste. Im Jahre 1911 wurde in Burgberg eine Krankenschwesternstation eingerichtet. In das hierfür erstellte Wohnhaus zogen zunächst zwei Barmherzige Schwestern aus dem Kloster Reute ein.

Die Schulschwestern konnten im Jahre 1912 das neuerbaute Haus für Schule und Kindergarten neben der Kirche beziehen.

Am 1. März 1925 wurde auch die Krankenpflege den Sießener Schwestern übertragen, die alle drei am 4. 11. 1937 in das Schwesternhaus der Krankenpflegestation umzogen. Mit der Verabschiedung der Kinderschwester Melania, die 25 Jahre den Kindergarten geleitet hatte, wurde die Schwesternstation am 13.7. 1986 wegen Nachwuchsmangel aufgelöst. Man darf den Ordenstrauen nach 118jährigem, segensvollem Wirken in Burgberg bescheinigen, dass ihr selbstloser Einsatz und ihr vorbildlicher Lebenswandel die dörfliche Lebensweise und das sittliche Verhalten der Menschen wesentlich mitgeprägt haben.

Burgberger Schwestern aus dem Kloster Sießen
 
Burgberg als Mutterpfarrei


Nach amtlichen Verzeichnissen (Oberamtsbeschreibung Heidenheim 1844) zählte man 1842 im Oberamt Heidenheim 28989 evangelische und 1189 katholische Einwohner. Letztere gehörten alle zur Pfarrei Burgberg, wovon 1049 am Ort selbst wohnten. In Heidenheim befanden sich damals 17 Katholiken, in Giengen 12. Schon in der württembergischen Verfassung von 1819 war Konfessionsfreiheit zugesichert. Die Zahl der Katholiken im Oberamt wuchs. Seit 1859 musste der Pfarrer von Burgberg einmal wöchentlich in Heidenheim (damals etwa 200 Katholiken) Religions­unterricht erteilen. Seit 1865 wurden die Heidenheimer von Pfarrer Richter In Lontal betreut. 1886 konnte in Heidenheim eine eigene Pfarrei errichtet werden.

In Giengen war die Zahl der Katholiken bis zum Jahr 1889 auf 150 angestiegen. Am 6. Januar 1890 hielt der Burgberger Pfarrer Butz in der Spitalkirche den ersten katholischen Gottesdienst seit der Reformation ab, der vom Burgberger Kirchenchor mitgestaltet wurde. Am 1. August 1923 wurde Giengen vom Pfarrverband Burgberg gelöst und der Stadtpfarrei Heidenheim zugeteilt. Im gleichen Jahr wurden Brenz und Sontheim nach Niederstotzingen eingepfarrt. Trotz dieser Trennungen war die Zahl der Pfarrangehörigen in Burgberg bis 1925 auf 1249 angestiegen, 1933 gehörten zur Pfarrei 1350 Seelen (Burgberg 1277, Hermaringen 59, Bergenweiler 5 und Hürben 9).
Das Patronat über die Kirche ist mit dem Verkauf des Schlossgutes in private Hand im Jahre 1936 erloschen. Die kirchliche Aufsicht über die Schule war bereits durch das Volksschulgesetz von 1910 aufgehoben worden. Die Einkommensverhältnisse in Burgberg haben sich dank der Industrialisierung in der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts entscheidend verbessert, Schon im Jahre 1959 pendelten täglich 711 Bewohner zur Arbeit in die Betriebe nach Giengen (376), Hermaringen (150), Heidenheim (99) und an andere Orte (27).

Neubau der Kirche 

Da sich eine Renovierung des schadhaften, 110 Jahre alten Kirchengebäudes nicht lohnte, betrieb man seit dem Jahr 1962 einen Kirchenneubau, Die hochmotivierte Spendenbereitschaft der Gemeindemitglieder zeigte sich unmittelbar nach Gründung eines Kirchenbauvereins. Besonders der damalige Bürgermeister Eberhard!, der zugleich Kirchenpfleger war, setzte sich für das Gelingen des Neubaues ein. Mit der Planung und Bauleitung wurde Architekt Hermann Mayer, Heidenheim, beauftragt. Den Abbruch der alten Kirche übernahm eine Pionierkompanie der Bundeswehr aus Ellwangen, welche Sprengungen vornahm. Schon am ersten Adventssonntag 1964 konnte die Grundsteinlegung durch Dekan Müller, Heidenheim, an der Stelle des bisherigen Gotteshauses vorgenommen werden. Der Kostenvoranschlag belief sich auf 877.350DM.

Mit großer Befriedigung durfte Pfarrer Karl Fuchs - im 27. Jahr seines Wirkens in Burgberg - der Vollendung des modernen Neubaues entgegensehen.

Die feierliche Einweihung nahm der Rottenburger Bischof Dr. Carl Josef Leiprecht am 2. April 1966 unter großer Beteiligung der Gemeinde vor. Das Spendenkonto war bis zu diesem Tag auf 95000 DM angestiegen. Der von der Kirche abgesetzte, 28 m hohe Turm erhielt ein Geläut mit drei neuen und einer alten Glocke, das nach dem Motiv „Salve regina" abgestimmt ist.

Die neue Orgel wurde von der Firma Link, Giengen, hergestellt, von Spenden der Gemeindemitglieder finanziert und im Jahre 1983 eingebaut.

Am 18. 3, 1979 trat Pfarrer Karl Fuchs nach 40jähriger Tätigkeit In Burgberg in den Ruhestand, Er verließ den Ort und zog in seine Heimatstadt Ellwangen, wo er am 3.12.1983 starb.

Pfarrer Fuchs mit den Erstkommunikanten 1977

Bereits am 24. Mai 1979 übernahm Pfarrer Josef Wührl die Seelsorge in Burgberg. Dieser ließ am Westhang des Stettberges eine Fatima-Grotte errichten, welche am 9. 5. 1982 eingeweiht wurde und einen Mittelpunkt der besonderen Marienverehrung darstellt.

Fatima-Grotte am unteren Stettberg
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Im Jahre 1989 entschloss sich der Kirchengemeinderat zu einer künstlerischen Neugestaltung des Altarraumes der Kirche. Der sakrale Charakter konnte durch die Kreuzigungsgruppe an der Stirnseite und das Buntfenster an der rechten Seite des Chores, das die Auferstehung Christi darstellt, eindrucksvoll verstärkt werden.

Ein Tag der Freude

Am 7. Juli 1989 erwarb die Kirchengemeinde von der Stadt Giengen, in welche Burgberg seit 1972 eingemeindet ist, das 1912 erbaute Schulhaus neben der Kirche und baute es zu einem Gemeindezentrum aus. Zwei größere Räume stehen nun für verschiedene Veranstaltungen zur Verfügung. Eine Küche, ein Sitzungszimmer, zwei Jugendräume sowie Räumlichkeiten zum Basteln und Spielen bieten sich an. Insgesamt wurden 1,3 Millionen DM investiert. In dieser Summe ist ein großer Anteil an Eigenleistung der Gemeindeglieder nicht enthalten.

Die Einweihung am 22. Februar 1991 nahm Bischof Walter Kasper vor.

Der Kirchenchor und die Blaskapelle des Musikvereins gaben den Begrüßungsworten von Pfarrer Wührl und Bruno Rembold den feierlichen Rahmen. Hatte doch der heutige Würdenträger seine Kindheit hier von 1933 bis 1938 verbracht, als sein Vater Schulleiter in Burgberg war.


Gemeindezentrum, Einweihung am 22. 2.1991

 

Empfang durch den Musikverein Burgberg

Mit einem feierlichen Pontifikalamt nahm die Festlichkeit ihren Anfang. In der Predigt brachte der Bischof seine Verbundenheit mit Burgbergs Christen zum Ausdruck. Auf die neue Begegnungsstätte eingehend, sagte er, es sei wichtig, einen Ort zu haben, der das Zusammenleben prägt. „Wir müssen das Gemeindehaus gleichsam wie die Mauern mittragen, einander Respekt und Toleranz zukommen lassen", so ermunterte er, „dann wird es eine neue Stätte des Friedens werden." „Hier sammeln wir unsere Seele und unseren Geist im Namen des Glaubens und freuen uns auf die schönen Stunden im oft tristen Alltag, der gerade in diesen Tagen vom schrecklichen Krieg am Persischen Golf überschattet ist", führte er weiter aus.

Ortspfarrer Josef Wührl sowie Pfarrer Zink aus Rammingen zelebrierten mit dem Bischof die Messe, assistiert von einer Schar von Ministranten, während der Kirchenchor unter Leitung von Bruno Hägele und die Blaskapelle unter Stabführung ihres Dirigenten Oswald Müller die voll­besetzte Kirche mit Sang und Klang erfüllten.

Von der Kirche begab man sich zum neu eingerichteten Gemeindezentrum, wo Architekt Klaus Baur aus Oberstotzingen den Schlüssel übergab und Bischof Walter Kasper an seine Kindergartenzeit in diesem Hause erinnerte. Sodann sprach der Bischof den Segen über das Haus der Begegnung und gab ihm die Weihe. Es wird fortan den Namen „Sankt Josef" tragen.

Schlüsselübergabe durch Architekt Klaus Baur

 

Beim anschließenden Stehempfang mit zahlreichen Vertretern der Öffentlichkeit würdigte der zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Helmut Hartmann, den unermüdlichen Einsatz von Pfarrer Wührl, der seit zwölf Jahren in Burgberg tätig ist. Anerkennende Worte fand er auch für die vielen Spender und Helfer aus der Gemeinde, die mit Eifer und großer Opferbereitschaft zum Gelingen des Werkes beigetragen hatten. Nicht zuletzt erwies er die Dankbarkeit des Kirchengemeinderats gegenüber dem Bischof, der durch seinen Besuch in Burgberg neue Impulse für das Gemeindeleben vermittelte. Als Vertreter der bürgerlichen Gemeinde beglückwünschte Bürgermeister Rieg (jetzt Oberbürgermeister) die 2000 Seelen zählende Kirchengemeinde des Teilortes. Er bezeichnete die Begegnungsstätte als wichtige Einrichtung, die zusammen mit Kirche, ehemaligem Rathaus und der Schule einen eindrucksvollen Dorfmittelpunkt bilde. Dem hohen Gast überreichte er einen Steiff-Elefanten.

Pfarrer Kastler aus Hermaringen, der die evangelischen Christen in Burgberg betreut, verband seine Grüße mit dem Wunsch, dass die neue Einrichtung vielfältige Möglichkeiten bieten möge, die christliche Bewegung stark zu machen, Weitere Grußworte sprach Josef Hotz von der katholischen Kirchengemeinde Bissingen, die von Burgberg aus pastoriert wird.

Das Gebäude, welches 1912 von der Gemeinde Burgberg errichtet worden war, diente ursprünglich als Kindergarten, Schulraum und Wohnung für die Sießener Schwestern, die hier als Lehrkräfte tätig waren. Im Jahre 1989 wurde das Haus von der Stadt für 240000 DM erworben und anschließend umgebaut und instand gesetzt. Insgesamt wurden 1,3 Millionen DM investiert, worin ein großer Anteil an Eigenleistung in Form von freiwilligen Arbeitsstunden der Gemeindeglieder nicht enthalten ist. Die Diözese steuerte 600000 DM bei. Die Stadt Giengen gab einen Zuschuss von 80000 DM. 100000 DM wurden aus Bettelpredigten eingebracht.

Im Erdgeschoss des nun zum Gemeindezentrum umgewandelten Hauses stehen zwei Säle für Veranstaltungen zur Verfügung. Hier kann auch der Kirchenchor proben, ebenso sollen die Senioren sich in diesen Räumen treffen. Neben sanitären Anlagen ist eine Küche eingerichtet.

Im Obergeschoss wird künftig der Kirchengemeinderat tagen. Auch zwei Jugendräume, ein Spielzimmer und eine Teeküche haben hier Platz gefunden. Im Keller befinden sich eine Waschküche, zwei Bastelräume und Lagerraum für allerlei Mobiliar.

Keine Neubesetzung der Pfarrstelle

Auf den Tag der Freude folgte ein Jahr später die große Enttäuschung für die Gemeinde. Allenthalben machte sich Entrüstung breit, als der Sprecher des Ordinariats am 23. März 1992 mitteilte, dass die hiesige Pfarrstelle infolge des großen Priestermangels nicht mehr für eine Besetzung vorgesehen sei, sobald Pfarrer Wührl die Gemeinde verlasse. Die Kirchengemeinde müsse dann von Giengen aus von einem Seelsorger betreut werden. Dies bedeutet, dass die einstige Muttergemeinde für alle Katholiken des gesamten Kreisgebietes, insbesondere der Stadt Giengen, nun selbst Tochter­gemeinde dieser Stadt werden soll. Alle Proteste - nicht zuletzt eine Unterschriftenaktion - sowie der angedrohte Rücktritt des Kirchengemeinderates blieben erfolglos. Die Angliederung an die Kirchengemeinde in Giengen begründet das Ordinariat mit dem Beschluss des Diözesanrates vom Jahre 1972, wonach notwendige Zusammenlegungen von Seelsorgebereichen möglichst mit kommunalen Grenzen übereinstimmen sollen, weil damit bereits wesentliche Beziehungen gegeben sind. Dies trifft seit der Eingemeindung Burgbergs nach Giengen im Jahre 1972 zu.

Die Kirchengemeinde Burgberg zählte im Jahre 1991 rund 1560 Seelen. Pfarrer Josef Wührl hat als Filialen auch die 265 Katholiken in Mürben und den katholischen Teil Bissingens mit 275 Angehörigen zu betreuen.

Burgberg nahm Abschied von Pfarrer Wührl

Am 9. Mai 1994 verstarb nach langer, schwerer Krankheit Pfarrer Josef Wührl.

Nachdem er einige Zelt als Dreher bei der Firma Röhm in Sontheim gearbeitet hatte, fühlte er sich 1964 zum geistlichen Dienst berufen, machte am Collegium Ambrosianum in Cannstatt sein Abitur, studierte in Innsbruck und Tübingen Philosophie und Theologie und wurde 1976 von Bischof Moser zum Priester geweiht. Nach seiner Tätigkeit in Gingen/Fils und als Vikar in Heilbronn übernahm er 1979 die Pfarrgemeinde St. Vitus als erste Pfarrstelle.

Pfarrer Wührl war kein bequemer Pfarrer. Er hatte seinen eigenen Kopf und seine eigene Meinung und mußte erst überzeugt werden, bevor er zustimmte. Aber in Zeiten auftretender Spannungen konnte er nachweislich des Vertrauens und der Solidarität der Bevölkerung sicher sein.

So herrscht in Burgberg nun Trauer um Pfarrer Josef Wührl, den früh Dahingegangenen. Und das um so mehr, als sich nach seinem Tod in der katholischen Gemeinde Burgbergs bedeutende Veränderungen ergaben. Zwar bleiben der Kirchengemeinderat und die Kirchenpflege weiterhin bestehen, aber die Pfarrstelle wird trotz heftiger Proteste aus Burgberg nicht mehr besetzt, sondern der katholischen Kirchengemeinde Giengen und damit Dekan Gube (heute: Dekan Cammerer) zugeordnet.

Bei der feierlichen Einweihung des Gemeindehauses mit Bischof Walter Kasper


Namen der Geistlichen in Burgberg Benefiziaten und Kapläne

1760 Kaplan Roth

1775 Kaplan Stubenvoll

         Kaplan Weininger

1789 (9.10.) Benefiziat Josef Anton Ganßer

1794 (1796) Benefiziat Ignaz Degen vor 1801 Benefiziat Natterer

1807 Benefiziat Fr. H. Neher (1806 Pfarrkaplanei)

1811 Benefiziat Rupp

1822 Pfarrverweser Blankenhorn (Pfarrei errichtet)

1822 (10. 10.) Pfarrer Johler

1826 Kaplan Mayr

1834(1.4.) Pfarrer Lippel

1838 Pfarrer Abele

1845 (Mai) Pfarrer Augustin Schneider (neues Pfarrhaus bezogen)

1852(11. 1.) 1854/1868

1868 Pfarrer Deiringer

1884 Pfarrer Butz (Investitur 16. 12. 84)

1893 Pfarrer Butz (Abschied 17. 12. 93)

1893 (bis 26. 4. 94) Pfarrverweser Weber

1894 (Pfarrer Anton Baier (Investitur 26. 4. 94)

1904 (1. 12. Abschied) nach Reute bei Waldsee

1904 Pfarrverweser Schilling

1905 (28. 8.) Pfarrer E. Baumann (Investitur 1. 5. 1906)

1919 (23. 12.) Pfarrer E. Baumann nach Niederstotzingen

1919 Pfarrverweser Huber

1920 (Ende Februar) Pfarrverweser Bertler (bis 1. 12. 1921)

1921 Pfarrer Zeyer (8. 12. 1921 Investitur) (am 11. 7. 1927 nach

Mariazell b. Rottweil)

1927 Pfarrverweser Steeb

1927 (11. 10.) Pfarrer Seehofer bis 28. 11. 1935

1935 (4. 12.) Pfarrer Hager (Vertreter Vikar Sießegger)

1939 Pfarrer Karl Fuchs bis 18. 3. 79 (V 3. 12. 83 in Ellwangen)

1979 (24. 5.) Pfarrer Josef Wührl (V 9. 5. 94)

 

Literatur:

Pfarrchronik Burgberg

Chronik der Schulschwestern

Schulchronik und Schulakten Burgberg

Archivalien im Fürst!. Archiv Wallerstein (Schw.Concordia)

Oberamtsbeschreibung Heidenheim 1844

 

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